Just Cause: Das ist ein Actionspektakel aus den schwedischen Landen und ist grob gesagt eine Mischung aus FarCry (Grafik) und GTA (Gameplay). Es ist zudem das erste Actionspiel des in Stockholm angesiedelten Entwicklerteams Avalanche Studios, welches im Sommer 2003 gegründet wurde. Seither werkeln sie auch an ihrem Blockbuster, dessen Facts und Infos wir in diesem Preview für euch zusammengefasst haben.
Der Beginn...
Die ganze Handlung in Just Cause spielt auf San Esperito, einem grösseren Südamerikanischen Inselstaat. Schon seit Jahren ist bekannt, dass die korrupte Regierung Kokain auf der Insel anpflanzt und die Bevölkerung terrorisiert. Als dann aber auch noch das Gerücht aufkommt, dass Massenvernichtungswaffen angesammelt werden, schaltet sich die CIA ein und schickt den Spezialagenten Rico Rodriguez auf die Mission, all dem ein Ende zu bereiten. Der Spieler schlüpft sogleich in die Rolle dieses Agenten und Latino-Macho's und macht sich auf dem Weg zum den Inseln, welche in schöner Grafik atmosphärisch sehr gut auf den Bildschirm rüberkommen. Das Spiel beginnt mit einer Cutscene in Spielgrafik - in welcher übrigens alle Zwischensequenzen im Spiel daherkommen. Darin sieht man Rico in einem Flugzeug, wie er letzte Instruktion seines Auftraggebers entgegen nimmt und danach im freien Fall hinausstürzt. Nach kurzer Ladesequenz kann der Spieler dann die Kontrolle des Agenten übernehmen und sogleich alle Freiheiten des Spiels auskosten. Und von diesen Freiheiten gibt's im Spiel reichlich.
No rules, no boundaries
Anders als in GTA ist in Just Cause die gesamte Spielewelt bereits von Anfang an begehbar. Es gibt also weder Barrieren noch unsichtbare Wände. Man kann jedes Fahrzeug das herumsteht benutzen - und davon gibt es reichlich. Es stehen nämlich über 100 unterschiedliche Fahrzeuge zur Verfügung. Von Autos, über Boote, Jetski, Luftkissenfahrzeugen, Unterwasser-Scooter, Helikopter, Flugzeugen bis hin zu Düsenjets ist für jeden etwas dabei. Dabei haben sämtliche Vehikel ein unterschiedliches Schadensmodell. Bei hohen Schäden beginnen sie sogar zu brennen und explodieren nach einigen Sekunden. Es können sowohl stehende als auch herumfahrende Fahrzeuge im GTA-Stil übernommen werden. Doch auch hier geht Just Cause noch um einiges weiter. So lassen sich mit den Automobilen haarstäubende Stunts vollführen. Zum Beispiel man mit einem Fallschirm auf einem fahrenden Fahrzeug landen, den Fahrer aus dem Vehikel werfen und selbst die Kontrolle übernehmen. Oder man fährt mit seinem Vehikel geradewegs in eine Wand aus explosiven Benzinfässern, springt im letzten Augenblick aus dem Fahrzeug und springt eine Klippe hinab, dreht sich in der Luft um und kann die angerichtete Verwüstung im freien Fall betrachten, bevor man die Reissleine des Fallschirms zieht. Ausserdem wird der Held Rico mit dem ProTec Grappler G3 Fanghaken ausgestattet sein, der es ihm ermöglicht, sich an jedes beliebige Fahrzeug mit einem Gleitschirm anzuhängen und sich zu ihm hinzuziehen.
Let's start the revolution
Sollte man irgendwann mal keine Lust mehr haben, frei durch die grosse Landschaft zu streifen und auszukundschaften, kann man auch die Story ein wenig vorantreiben. Denn das Ziel des Spiels ist es, die korrupte Regierung zu stürzen, um somit für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Diesem Ziel kommt man in über 20 Hauptmissionen näher. Neben den Hauptmissionen sind auch reichlich Nebenmission vorhanden, welche man nutzen kann um das politische Gleichgewicht auf der Insel zu den eigenen Gunsten verändern zu können. Dies geschieht, indem man Aufträge für die einzelnen Parteien (Regierung, Rebellen, Kartelle...) erfüllt, um ihren Respekt zu beschaffen. So hat man es im Endeffekt leichter die Storymission zu absolvieren. Eine andere Möglichkeit wäre, beliebig viele der 32 Gebiete im gesamten Staat zu erobern, um zusätzliche Speicherpunkte zu schaffen. Diese sind jeweils in den Stützpunkten, von welchen es in jedem Gebiet genau einen gibt. In diesen Stützpunkten finden sich auch Fahrzeuge, Waffen und Medikits. Bereits eroberte Stützpunkte können von den feindlichen Einheiten nicht mehr zurückerobert werden. Als Belohnung gibt es Bonusmissionen in denen man Beispielsweise Auftragsmorde durchführen, Kurierfahrten übernehmen oder Autorennen fahren kann. Ein Beispiel einer solchen Sondermission: Man muss zehn Flüchtlinge auf der Insel finden, verhaften und zum Hafen bringen. Bei erfolgreichem Abschluss warten neue Waffen, Fahrzeuge und weitere Speicherpunkte. Und sollte man nach einer Mission mal irgendwo in der Pampa landen, kann man sich entweder von der Agency ein Fahrzeug schicken, sich in den nächsten Stützpunkt beamen, oder natürlich auch zur Zivilisation zurücklaufen.
They've got the power
Die Engine welche für Just Cause verwendet wird, ist die von den Studios hauseigens entwickelte Avalanche Engine. Diese erlaubt es dem Spieler, die insgesamt 3'170 m2 grosse Spielewelt ohne Ladezeiten zu betreten. Doch auch das integrierte Wettersystem ist beeindruckend. Es stellt Sonne, Regen, Nebel, Donner und Sturm dank integrierten echten meteorologischen Faktoren realistisch dar. Die Maximalsichtweite liegt -je nach Wetter - bei 32 km. Wie auch in GTA gibt es einen dynamischen Tag- und Nachtwechsel, welcher hier aber noch realistischer daherkommt. Dabei entsprechen 24 Minuten rund 24 Stunden Ingame-Zeit. Man merkt richtig, wie lebendig die ganze Welt ist. Nicht zuletzt dank dem grossen Tierleben und der intelligenten KI. Ausser der Physik, welche von der bereits in vielen Spielen eingesetzte Havok 3 Engine kommt, kümmert sich die Avalanche Engine um alles. Dabei werden folgende Grafikfeatures unterstützt: High Dynamic Range-Rendering (HDR), Soft Shadows, Depth-of-Field, Motion Blur, ...und viele mehr!
Der Ersteindruck
Auch wenn einige es noch nicht wahrhaben wollen: Just Cause hat durchaus zeitgemässe Grafik und ist auch Gameplaytechnisch nicht zu unterschätzen. Es setzt völlig neue Masstäbe bezüglich den Freiheiten. In der riesigen Welt sind dem Spieler absolut keine Grenzen gesetzt. Man kann sich um die Missionen kümmern wann immer man will. Ansonsten kann man sich auch ein beliebiges Vehikel schnappen oder zu Fuss die atemberaubende Spielewelt mit vielen Details (Vegetation, Wetter und Naturleben) erkunden. Es gibt mehr als 300 einzigartige Schauplätze in verschiedenen Umgebungen wie Berge, Dschungel, Wüste, Strände, Wälder, Städte und Dörfer. Die drei Grosstädte sind mit einer Autobahn verbunden und immer zu erreichen. Die vorhanden Eisenbahnlinien und Landstrassen, führen zusätzlich auch in die etwas abgelegen, kleineren Orte. Spielspass für mehrere dutzend Stunden ist mit Just Cause garantiert! Bis zum September müsst ihr euch allerdings noch gedulden, denn erst dann wird Just Cause beim Händler eures Vertrauens in den Regalen stehen.
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